Insolvenzen auf einem Rekordniveau

Die Zahl der Firmenpleiten ist 2024 auf den höchsten Wert seit 2019 gestiegen – kaum ein Tag an dem nicht von neuen Insolvenzverfahren berichtet wird.

Die Gründe für Insolvenzen sind vielfältig und können sowohl durch interne als auch durch externe Faktoren bedingt sein.

All die angeführten Punkte können einzeln oder in Kombination auftreten und die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens beeinträchtigen, was letztlich zur Insolvenz führen kann.

Ein effektives Risikomanagement und eine proaktive Geschäftsstrategie können dazu beitragen, viele dieser Risiken zu mindern. Dabei unterstützt ein zielgerichtetes Controlling. Viele Unternehmen – vor allem KMUs – haben keine eigene Controlling-Abteilung oder Controlling-Verantwortlichen – dafür eignet sich Controlling as a service.

Diese Dienstleistung von dieSaremas bietet Unternehmen die Möglichkeit, flexibel und effizient auf ihre Controlling-Bedürfnisse einzugehen, ohne die festen Kosten und den administrativen Aufwand einer internen Abteilung zu tragen.

Marion Dolezal - dieSaremas

von Marion Dolezal

FAQ zu Controlling as a service

Controlling as a service ist eine moderne und flexible Lösung für Unternehmen, die nicht über eigene Controlling-Abteilungen verfügen oder in bestimmten Situationen zusätzliche Unterstützung benötigen. Der Ansatz bietet eine maßgeschneiderte Nutzung von Controlling-Dienstleistungen, wobei spezialisierte Fachkräfte oder Dienstleister bei Bedarf hinzugezogen werden, um finanzielle und operative Prozesse zu überwachen, zu analysieren und zu optimieren. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) stellt dies eine attraktive Option dar, um von den Vorteilen eines professionellen Controllings zu profitieren, ohne eine dauerhafte Personaleinstellung vorzunehmen.

Controlling ist ein wichtiger Faktor bei der Vermeidung von Managementfehlern und unzureichender Finanzverwaltung. Es bedarf keiner eigenen Controlling-Abteilung – mit Controlling as a service können laufende Controllingaktivitäten effizient und bedarfsgerecht abgedeckt werden.

Controlling as a service kann in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden: vom klassischen Finanzcontrolling über Investitionscontrolling bis hin zu operativem Controlling. Unternehmen können die Dienstleistungen je nach Bedarf auf spezifische Aufgaben beschränken oder umfassend einsetzen, um beispielsweise die Einführung neuer Projekte zu begleiten, Restrukturierungen durchzuführen oder langfristige strategische Entscheidungen abzusichern. Auch die Liquiditätsplanung, das Kostenmanagement und die Optimierung des Working Capitals sind häufige Einsatzgebiete.

Controlling as a service bietet Unternehmen die Möglichkeit, flexibel und effizient auf ihre Controlling-Bedürfnisse einzugehen, ohne die festen Kosten und den administrativen Aufwand einer internen Abteilung zu tragen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die keine eigenen Controlling-Abteilungen haben, können von diesem Modell stark profitieren, da es ihnen erlaubt, fundierte Entscheidungen zu treffen, Effizienz zu steigern und Risiken zu minimieren.

14 Gründe für Insolvenzen

1. Wirtschaftliche und Marktfaktoren

  • Konjunkturelle Schwankungen: Eine Rezession oder wirtschaftlicher Abschwung kann die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen verringern, was zu einem Rückgang der Einnahmen führt.
  • Starker Wettbewerb: Starker Preisdruck und aggressive Wettbewerber können kleinere oder weniger wettbewerbsfähige Unternehmen in die Insolvenz treiben.
  • Veränderung der Nachfrage: Technologische Entwicklungen oder sich verändernde Konsumgewohnheiten können die Nachfrage nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen verringern.
  • Preissteigerungen von Rohstoffen und Energie: Starke Preiserhöhungen bei wichtigen Ressourcen können die Produktionskosten erhöhen und die Margen drücken, wenn diese nicht an Kunden weitergegeben werden können.

 

2. Finanzielle Probleme

  • Liquiditätsmangel: Unternehmen geraten häufig in finanzielle Schwierigkeiten, wenn sie nicht genügend liquide Mittel haben, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu begleichen. Dies kann durch verspätete Zahlungseingänge oder den Verlust von Krediten verursacht werden.
  • Übermäßige Verschuldung: Eine zu hohe Verschuldung erhöht das Risiko, dass ein Unternehmen die Zinsen und Tilgungsraten nicht mehr bedienen kann.
  • Falsches Finanzmanagement: Fehler bei der Finanzplanung, wie zum Beispiel unrealistische Umsatzprognosen oder unzureichende Liquiditätsreserven, können schnell zur Zahlungsunfähigkeit führen.

 

3. Managementfehler

  • Fehlentscheidungen des Managements: Schlechte strategische Entscheidungen, wie Fehlinvestitionen oder das Ignorieren von Markttrends, können die langfristige Überlebensfähigkeit eines Unternehmens gefährden.
  • Schlechtes Risikomanagement: Wenn Unternehmen Risiken nicht richtig einschätzen oder absichern, können unvorhergesehene Ereignisse, wie Marktveränderungen oder Rechtsstreitigkeiten, erhebliche finanzielle Auswirkungen haben.
  • Unzureichende Kontrolle der Kosten: Wenn die Kostenstruktur eines Unternehmens außer Kontrolle gerät, etwa durch hohe Fixkosten oder ineffiziente Produktionsprozesse, können Verluste entstehen, die schließlich zur Insolvenz führen.

 

4. Externe (unvorhersehbare) Einflüsse

  • Krisen und Pandemien: Die COVID-19-Pandemie hat weltweit viele Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gebracht, insbesondere in den Bereichen Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel. Lockdowns und Restriktionen führten zu massiven Umsatzeinbrüchen.
  • Naturkatastrophen: Hochwasser, Erdbeben oder andere Naturkatastrophen können die Produktion oder das Geschäft erheblich stören, was zu einer Insolvenz führen kann, wenn keine ausreichenden Versicherungen bestehen.
  • Politische und regulatorische Änderungen: Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen oder politische Instabilität können sich negativ auf Unternehmen auswirken. Beispiele hierfür sind Handelsbeschränkungen, neue Steuern oder Umweltauflagen.

 

5. Verluste wichtiger Kunden oder Aufträge

  • Wenn ein Unternehmen stark von einem oder wenigen Großkunden abhängig ist, kann der Verlust dieser Kunden zu einem massiven Umsatzrückgang führen.
  • Auch die Insolvenz eines wichtigen Kunden kann zu finanziellen Problemen führen, wenn hohe Forderungen nicht mehr eingezogen werden können.
 

6. Schlechte Zahlungsmoral von Kunden

  • Wenn Kunden ihre Rechnungen nicht rechtzeitig oder gar nicht bezahlen, kann dies schnell zu einem Liquiditätsengpass führen, insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, die auf regelmäßige Zahlungseingänge angewiesen sind.

 

7. Probleme mit Zulieferern und Partnern

  • Unzuverlässige Lieferanten: Lieferverzögerungen oder Qualitätsprobleme bei Zulieferern können die Produktion behindern oder die Qualität der Endprodukte mindern.
  • Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten: Wenn ein Unternehmen stark von einem Lieferanten abhängig ist, erhöht dies das Risiko von Produktionsausfällen, wenn der Lieferant selbst Probleme hat oder ausfällt.

 

8. Falsch kalkulierte Expansionen

  • Unternehmen, die zu schnell expandieren, können in Schwierigkeiten geraten, wenn sie nicht über die nötigen finanziellen Mittel oder die organisatorische Struktur verfügen, um das Wachstum zu bewältigen. Das Risiko, dass die Expansion scheitert, ist besonders hoch, wenn Märkte oder Produkte nicht ausreichend analysiert wurden.

 

9. Produkt- und Innovationsmangel

  • Unternehmen, die es versäumen, ihre Produkte oder Dienstleistungen weiterzuentwickeln, verlieren oft den Anschluss an den Markt. Technologische Entwicklungen können ganze Branchen umwälzen, wie etwa in der Musikindustrie durch das Aufkommen von Streaming-Diensten.

 

10. Produktionsprobleme

  • Produktionsausfälle: Störungen in der Produktion, etwa durch Maschinenausfälle, Lieferengpässe oder Mangel an Rohstoffen, können zu erheblichen finanziellen Verlusten führen.
  • Ineffiziente Produktionsprozesse: Wenn die Produktionsabläufe veraltet oder ineffizient sind, steigen die Produktionskosten. Hohe Ausschussquoten, lange Durchlaufzeiten und fehlende Automatisierung sind häufige Probleme.
  • Unzureichende Qualitätskontrolle: Schlechte Produktqualität führt oft zu Reklamationen und Rückrufaktionen, was nicht nur Kosten verursacht, sondern auch das Vertrauen der Kunden schädigt.

 

11. Personalprobleme

  • Fachkräftemangel: Ein Mangel an qualifiziertem Personal kann zu Produktionsverzögerungen, sinkender Produktivität und hohen Kosten für die Rekrutierung und Schulung von Mitarbeitern führen.
  • Hohe Fluktuation: Wenn Mitarbeiter das Unternehmen häufig verlassen, entstehen Kosten für die Suche nach neuen Arbeitskräften sowie für die Einarbeitung. Auch das Know-how geht verloren, was die Effizienz beeinträchtigen kann.
  • Schlechtes Betriebsklima: Ein schlechtes Arbeitsklima kann zu geringer Motivation und Produktivität führen, was langfristig die Leistung des Unternehmens negativ beeinflusst. Zudem kann dies die Bindung der Mitarbeiter verringern und Fluktuation erhöhen.

 

12. Schwächen im Vertrieb und Marketing

  • Fehlende Marktkenntnis: Unternehmen, die den Markt oder die Bedürfnisse ihrer Kunden nicht gut kennen, können an der Nachfrage vorbeiproduzieren. Fehlende Marktanalysen führen oft zu falschen Produktstrategien.
  • Unzureichender Vertrieb: Ein schwacher Vertrieb bedeutet, dass das Unternehmen seine Produkte oder Dienstleistungen nicht effektiv verkauft. Eine schlecht organisierte Vertriebsstrategie, unmotivierte Verkäufer oder unklare Zielgruppenansprache können das Umsatzpotenzial erheblich einschränken.
  • Unzureichendes Marketing: Fehlende oder ineffektive Marketingmaßnahmen führen dazu, dass potenzielle Kunden nicht erreicht werden. Dies kann zu Umsatzrückgängen und einem zu geringen Bekanntheitsgrad führen.

13. Veraltete IT- und Betriebssysteme

  • Technologische Rückständigkeit: Unternehmen, die ihre IT-Systeme oder Produktionsanlagen nicht modernisieren, laufen Gefahr, in puncto Effizienz und Kostenstruktur nicht mehr konkurrenzfähig zu sein.
  • IT-Probleme und Datensicherheit: Systemausfälle, unzureichende IT-Sicherheit oder Cyberangriffe können den Geschäftsbetrieb schwerwiegend beeinträchtigen und zu Datenverlust oder finanziellen Schäden führen.

 

14. Kostenprobleme

  • Überhöhte Fixkosten: Hohe Mieten, Personalkosten oder andere fixe Ausgaben können in Zeiten sinkender Umsätze schnell zu Liquiditätsproblemen führen.
  • Kostensteigerungen bei Rohstoffen: Plötzliche Preissteigerungen für Rohstoffe oder Vorprodukte können die Margen stark belasten, insbesondere wenn die höheren Kosten nicht an Kunden weitergegeben werden können.

Die Liste für mögliche Gründe von Insolvenzen lässt sich sicher noch erweitern und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Punkte können einzeln oder in Kombination auftreten und die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens beeinträchtigen, was letztlich zur Insolvenz führen kann.

Meistens sind es mehrere Faktoren, die zusammenspielen – die man im täglichen Geschäftsalltag nicht sofort erkennt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreift. Ein effektives Risikomanagement und eine proaktive Geschäftsstrategie können dazu beitragen, viele dieser Risiken zu mindern. Dabei unterstützt ein zielgerichtetes Controlling.

Viele Unternehmen – vor allem KMUs – haben keine eigene Controlling-Abteilung oder Controlling-Verantwortlichen. Eine Lösung bietet die ausgelagerte Dienstleistung von dieSaremas –  Controlling as a service.

Aus den 14 oben angeführten Punkten möchte ich nun folgendes hervorheben: finanzielle Ineffizienz und Managementfehler.

Vor allem rasch wachsende Unternehmen oder KMUs vernachlässigen oft eine strategische Ausrichtung und entsprechende Planung. Managementfehler resultieren häufig aus einer unzureichenden strategischen Planung oder deren mangelhafter Umsetzung.

Die strategische Planung ist ein wesentlicher Baustein für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Sie dient dazu, klare Ziele zu setzen, Ressourcen effizient einzusetzen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Wenn Führungskräfte jedoch Fehler in der strategischen Planung begehen oder diese vernachlässigen, kann dies schwerwiegende Folgen haben.

Das Management sollte eine langfristige Strategie mit klaren, messbaren Zielen entwickeln. Eine regelmäßige Überprüfung der Zielerreichung sowie eine Anpassung der Ziele in Abhängigkeit von Marktveränderungen ist essenziell.

Während die strategische Planung langfristige Ziele und Visionen festlegt, konzentriert sich die operative Planung auf die kurzfristige Umsetzung dieser Ziele, meist innerhalb eines Zeitrahmens von ein bis drei Jahren. Sie umfasst detaillierte Pläne für verschiedene Geschäftsbereiche wie Produktion, Vertrieb, Finanzen, Personal und Logistik.

Die operative Planung ist ein entscheidender Bestandteil des gesamten Unternehmensplanungsprozesses und dient dazu, die strategischen Vorgaben auf eine umsetzbare Ebene herunterzubrechen.

Das Controlling spielt eine entscheidende Rolle bei der operativen Planung, indem es eine Vielzahl von Unterstützungsfunktionen bereitstellt, die sicherstellen, dass die geplanten Maßnahmen effektiv und effizient umgesetzt werden.

Die operative Planung und das Controlling gehen Hand in Hand, um sicherzustellen, dass die Unternehmensziele effizient und effektiv umgesetzt werden. Während die operative Planung die Grundlage für die täglichen Geschäftsabläufe legt, überwacht das Controlling die Ausführung, liefert wertvolle Datenanalysen und sorgt für eine frühzeitige Korrektur von Abweichungen.

Ohne das Mitwirken des Controllings wäre es schwierig, die operative Planung zielgerichtet umzusetzen und sicherzustellen, dass die Unternehmensressourcen optimal genutzt werden.

Controlling ist daher ein wichtiger Faktor bei der Vermeidung von Managementfehlern und unzureichender Finanzverwaltung.

Es bedarf keiner eigenen Controlling-Abteilung – mit Controlling as a service können laufende Controllingaktivitäten effizient und bedarfsgerecht abgedeckt werden.

Controlling as service ist eine moderne, flexible Lösung für Unternehmen, die nicht über eigene Controlling-Abteilungen verfügen oder in bestimmten Situationen zusätzliche Unterstützung benötigen. Der Ansatz bietet eine maßgeschneiderte Nutzung von Controlling-Dienstleistungen, wobei spezialisierte Fachkräfte oder Dienstleister bei Bedarf hinzugezogen werden, um finanzielle und operative Prozesse zu überwachen, zu analysieren und zu optimieren.

Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) stellt dies eine attraktive Option dar, um von den Vorteilen eines professionellen Controllings zu profitieren, ohne eine dauerhafte Personaleinstellung vorzunehmen.

Weiterführende Links & Quelle für diesen Beitrag: Statistik Austria

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